Unser Engagement - Der Mensch

Gemeinnützige St. Dominikus Schulen GmbH

Geschäftsführer: Herr Dr. Armin Altmeyer

Homepage: http://www.st-dominikus-schulen.de


Institut St. Dominikus Speyer
Gründungs und Entwicklungsgeschichte

Das "Institut St. Dominikus Speyer" bis 1972 "Institut der Armen Schulschwestern" - wurde 1852 von Bischof Nikolaus von Weis, Speyer, gegründet und 1893 in den Dominikanerorden eingegliedert. Es ist eine apostolisch tätige Kongregation bischöflichen Rechtes.

Wie Dominikus im 12. Jahrhundert gehört Nikolaus von Weis Jahrhunderte später zu den Trägern einer religiösen Erneuerungsbewegung in einer Zeit, in der gewandelte gesellschaftliche und politische Verhältnisse auch die Kirche zur Neuorientierung und Suche nach neuen Wegen drängen.
Als Bischof von Speyer bemüht er sich, die religiösen und sozialen Nöte seiner Diözese zu lindern. Seine Hauptsorge ist es, das Bildungswesen zu fördern. Besonders die Bildung der Frauenjugend liegt ihm am Herzen. Nach der zeitbedingten Auffassung von der Frau ist er da von überzeugt, dass Frauen, die eine aufrichtige Religiosität zu diesem Beruf begeistert, bestens qualifiziert sind, im Schuldienst zu stehen. Ein Institut von Schulschwestern, dessen Mitglieder sich "zur religiösen Erziehung und Bildung der Jugend" verpflichten, hält er für die beste Form zur Verwirklichung seines Anliegens.
1854 sendet er die ersten Schwestern in vier Gemeinden seiner Diözese (Hagenbach, Maikammer, Otterstadt, Blieskastel), wo die "Schulschwestern" in den Mädchenklassen der Volksschule unterrichten und erziehen und alle ein äußerst armes Leben in Gebet und Arbeit führen.

1910 wird das Mutterhaus des Instituts an der Vincentiusstraße in Speyer errichtet. Zur unterrichtlichen und erzieherischen Tätigkeit an öffentlichen Volksschulen kommt bald jene in ordenseigenen höheren Schulen sowie in Handarbeitsschulen und Kindergärten hinzu. Bereits 1909 bzw. 1915 wird die atzungsmäßige Tätigkeit des Instituts erweitert durch Krankenpflege und Fürsorge und schließlich 1925 durch missionarische Tätigkeit in den westlichen Gebieten der USA und 1957 im westafrikanischen Ghana.

Diese Ausweitung der Tätigkeitsfelder entspricht durchaus dem Geist des Ordensgründers Dominikus bzw. des Gründerbischofs Nikolaus von Weis, die beide die jeweiligen Forderungen ihrer Zeit zu erkennen und ihnen zu entsprechen suchten.

1937 erfolgt der Abbau der Lehrschwestern durch das nationalsozialistische Regime in den Schulen und teilweise auch der Kindergärtnerinnen in den sog. "Kinderschulen". Viele von ihnen werden umgeschult zu Krankenschwestern oder werden mit caritativen und seelsorglichen Aufgaben betraut.
Während der Kriegsjahre 1939 und 1945 stehen verschiedene Schwestern auch im Einsatz in der Verwundetenpflege in Lazaretten. Nach Kriegsende kehren die meisten Lehrschwestern wieder in den Schuldienst zurück.
Hinsichtlich der Mitgliederzahl erlebt das Institut zu Beginn der sechziger Jahre mit über tausend Schwestern seinen Höchststand. Bis Ende der achtziger Jahre sinkt diese  Zahl dann wieder ab unter die Grenze von 500. Zu Beginn des Jahres 1996 zählt unser Institut 360 Schwestern. Entsprechend der Mitgliederzahl verändert sich die Zahl der Niederlassungen des Instituts St. Dominikus. Während es in den sechziger Jahren mehr als insgesamt 120 Niederlassungen zählt und in zwei Provinzen, nämlich die deutsche und die nordamerikanische, gegliedert ist, wobei zur deutschen Provinz die Region Ghana gehört, umfaßt es Ende der achtziger Jahre noch insgesamt 60 Niederlassungen in Deutschland und in Ghana (44 zu Beginn des Jahres 1996). Die kirchenrechtlich gesehen, schwierige Gliederung der Diözesankongregation in Provinzen, die sich dazu noch über drei verschiedenen Erdteile und zuletzt über insgesamt fünf verschiedene Diözesen erstreckten, entfiel im Jahre 1985 mit der Selbständigmachung.
Der amerikanischen Provinz im Staat Wahington wurde als selbständige Diözesankongregation unter dem Namen "Dominican Sister of Spokane" mit bischöflichem Dekret vom 23.02.1986 neu errichtet. Sie zählte zu diesem Zeitpunkt 46 Schwestern. Inzwischen haben sich diese Schwestern den Sinsinawa Dominicans in Wisconsin/USA angeschlossen. Zur geistigen Ausrichtung und Zielsetzung Die Schwesterngemeinschaft des Instituts St. Dominikus in Speyer ist geprägt von einer Idee, die den Ordensgründer Dominikus und den Gründer der Kongregation Nikolaus von Weis tief durchdrungen hat: Es ist die Idee der Wahrheit und das Bemühen, sie in der Kontemplation zu erfahren, im Leben zu verwirklichen und in der Verkündigung weiterzugeben (vgl. Satzungen des Instituts von 1977). Gemäß der Leitlinien des Dominikanerordens wollen die Schwestern vor allem in ihrem ursprünglichen Tätigkeitsbereich Bildung und Erziehung junger Menschen - heute Mädchen und Jungen - die Werte eines christlichen Welt- und Menschenverständnisses vermitteln und sie dazu befähigen, mit den
gewonnenen Einsichten ihr Leben zu gestalten. Die ßildungsarbeit wird nicht als reine Wissensvermittlung verstanden, sondern zielt ab auf ganzheitliche Selbstentfaltung des Menschen, der imstande ist, die Fragen nach dem Lebenssinn und Lebensziel zu stellen und aus dem christlichen Glauben heraus zu beantworten. Wesentlich ist die Erziehung zu Wertorientierung, zu Verantwortung und zu Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Sie ist auf den ganzen Menschen bezogen, auf den Einzelnen wie auf die Gemeinschaft, in der er lebt, auf Staat und Gesellschaft, aber auch auf die Umwelt und letztlich auf Gott. Trotz aller grundlegenden Veränderungen in der modernen pluralen Gesellschaft gehört der Dienst am jungen Menschen immer noch zum besonderen Auftrag der Schwesterngemeinschaft des Instituts St. Dominikus und bleibt als Grundauftrag aktuell. Konkret äußert sich dies heute in verschiedenen Engagements und Angeboten. Im Bereich von Unterricht und
Pädagogik bzw. Sozialpädagogik reichen diese vom Kindergarten über Grund- und Hauptschule, Realschule, verschiedene Formen des Gymnasiums bis hin zur Krankenpflegeschule bzw. Kinderkrankenpflegeschule, Fachschule für Sozialwesen sowie Internat, Wohnheim, Kinderheim und Kinderdorf. Im Bereich Jugendpastoral werden im Mutterhaus Speyer verschiedene Hilfen angeboten, wobei die Schwestern versuchen, auf die Nöte und Erwartungen besonders der Jugend in unserer Gesellschaft Antwort zu geben durch persönliche Gespräche, Einführung in Meditation und Gebet, in den Umgang mit der Heiligen Schrift und anderen Quellen des Glaubens. Im gleichen Sinn suchen Schwestern auch im Rahmen ihrer übernommenen Berufstätigkeit apostolisch zu wirken und Seelsorgehilfe zu leisten.

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